Sonntag, 24. September 2017

Tag 2 der Elberadweg-Tour - von Otterndorf bis Hamburg


Am zweiten Tag unserer Tour auf dem Elberadweg radeln wir frohen Mutes vom Quartier in Otterndorf wieder in Richtung Elbdeich. Nur es führt kein Weg mehr hinauf, die Auffahrten sind gesperrt, der Radweg verläuft zwischen Deich und einem Kanal, vorbei an reetgedeckten Häuschen. Dann verschwindet auch der Kanal und wir hoffen lange vergebens auf den Elbblick am Elbe-Radweg. 
















Irgendwann erreichen wir Neuhaus (Oste), an anderen Tagen könnten wir vielleicht über die Klappbrücke des Ostesperrwerkes fahren. Doch es ist Montag, da bleibt die Brücke hochgeklappt. Also nehmen, wie alle Radwanderer an diesem Tag, den Umweg und überqueren die Oste bei Geversdorf. 

In Freiburg an der Elbe gönnen wir uns eine Rast. Auf der Terrasse des Cafés Hafenhaus genießen wir Kaffee und Kuchen und plaudern mit der Inhaberin. Als ich ein wenig über die lange Wegstrecke abseits von der Elbe jammere, meinte sie „drüben, am anderen Ufer fährt es sich schöner“ – zu spät. 

Mit der Fähre von Wischhaven nach Glückstadt


Deshalb ändern wir unsere Pläne und wollen mit dem Zug direkt nach Hamburg fahren, wo wir bereits ein Zimmer gebucht haben. Der nächste Bahnhof ist drüben in Glückstadt, also setzen wir mit der Fähre in Wischhafen über. An der Anlegestelle wartet eine ellenlange Autoschlange, als Radfahrer müssen wir uns glücklicherweise nicht hinten anstellen, sondern dürfen direkt auf das nächste Schiff.
Die Überfahrt wird zu dem bisher schönsten Erlebnis des Tages.


An dieser Stelle ist die Elbe etwa 3,5 Kilometer breit, so dauert die preisgünstige, angenehme und interessante Überfahrt rund eine halbe Stunde. Der Himmel ist etwas trüb, trotzdem erkennen wir in der Ferne, die Umrisse des Kernkraftwerkes Brunsbüttel in der, kein Containerschiff kreuzt unsere Bahn und die Schwesterfähren fahren vorbei. 



Bei großem Andrang wie heute sind alle vier Fährschiffe im Einsatz, etwa alle 20 Minuten legt ein voll besetztes Schiff ab. kann 




Die Prozedur an der Fähre ist interessant –  weil mein Video nicht so gut geworden ist, baue ich für Interessenten hier zwei Links ein.






Wir drehen noch eine kurze Runde durch Glücksstadt, dann fährt auch schon ein Zug nach Hamburg.






Angekommen in Hamburg-Altona. Wir checken ein, stellen das Gepäck ins Zimmer und rollen mit den Rädern hinunter zum Fischmarkt. Statt irgendwo an der Landstraße, radeln wir nun an der Elbe entlang, zur Hafencity und durch die Speicherstadt, dann ist auch schon Zeit fürs Abendessen an Landungsbrücke 10. Schon seit Wochen freu ich mich auf die Fischbrötchen dort, wir ergattern sogar einen Tisch in der ersten Reihe, nah am Wasser.

Blick auf die Elphilharmonie 

In der Speicherstadt
Hier findet ihr mehr zur Speicherstadt.

Am Fischmarkt

Marco-Polo-Tower am Strandkai



Übernachtung in Hamburg:


Bedpark Hamburg-Altona
Stresemannstraße 117
22769 Hamburg
Tel.: 49 40 49 2222 93

  • 2-Bett Zimmer ohne Bad und ohne Frühstück
  • Sehr günstig, sehr einfach und zentral im Schanzenviertel
  • Fahrräder stehen im nicht abgeschlossenen Hinterhof

Eines der drei Zimmer im Dachgeschoss war für uns reserviert. Auf der Etage befanden sich außerdem ein Bad mit Dusche und WC, eine separate Toilette, eine kleine Küche und ein Eßplatz, alles zur gemeinschaftlichen Nutzung.

Nächste Etappe führt von Hamburg nach Boizenburg.

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