Dienstag, 29. März 2016

Ein Hai im Geiseltalsee?

Sei dabei, wenn im größten künstlichen See Deutschlands, dem Geiseltalsee, ein Hai versenkt wird.


Letztens, auf der Reisemesse 2016, habe ich das Team vom Tauchzentrum Geiseltal getroffen und nach Neuigkeiten und Plänen ausgefragt. Schließlich befindet sich die Basis der Tauchstation ja quasi im Geiseltal Camp, meinem Lieblings-Campingplatz.



Tatsächlich planen die Taucher gerade ein Event, sie wollen am 30. April 2016 einen Hai im Geiseltalsee versenken. Sicher, es wird ein Kunsthai sein, der aber einem echten Hai sehr ähnlich sein soll. Damit wollen die Akteure ein Zeichen setzten, etwas für den Schutz dieser arg gefährdeten Meeresbewohner tun.

 Haie stehen auf der Roten Liste

Viele Haiarten sind vom Aussterben bedroht und stehe auf der Roten Liste des internationalen Artenschutzabkommens. Nicht nur ungeheure Appetit auf Haifischfleisch hat die Tiere dorthin gebracht. Oft genug wurden die „gefährlichen Räuber der Meere“ aus Furcht abgeschlachtet. Dabei ist der bis zu 12 Meter lange Walhai ein harmloser Pflanzenfresser. Selbst die Raubtiere unter den Haien greifen nicht aus reiner Mordlust Menschen an. Außerdem gehen massenhaft Haifische sinnlos zugrunde, weil sie als unerwünschter Beifang in die Netze der industriellen Fischer geraten.


Haifisch gilt im asiatischen Raum traditionell als Delikatesse. Früher war er schwer zu fangen, was sein Fleisch sündhaft teuer machte. Doch die Jagd auf Hammerhaie, Dornhaie und Co ist einfacher geworden und immer mehr Menschen können sich ein Haifischsteak finanziell leisten. So kamen mehr Haie auf die Teller als nachwachsen konnten, denn Haie produzieren von Natur aus wenig Nachkommen. 


„Was die meisten nicht wissen“ sagte mir Tauchlehrer Heiko Günzel, „stirbt der Hai – stirbt das Meer“.


Deshalb wird das Modell des weißen Hais mahnend im See bleiben.



Du isst eh kein Haifischfleisch? Manchmal heißt das Produkt nur anders, zum Beispiel:
  •          Schillerlocke ist der geräucherte Bauchlappen des gefährdeten Dornhais.
  •           Seeaal ist der Handelsname für das Rückenstück des Dornhaies.
  •          Der Wildstör ist meist ein geräucherter Heringshai.



Projekt Haischutz

 Die Organisation SHARKPROJECT e. Vhat sich dem Haischutz verschrieben, unterstützt und sponsert die Aktion der Taucher vom Geiseltal.
Nachmittags wird der Präsident des Vereines Georg Wegner aus seinem Kinderbuch „Michel, der kleine Haiforscher“ vorlesen. Große und kleine Interessenten sind herzlich dazu eingeladen, der Eintritt ist frei. Abends findet im Zelt am Strand ein Vortrag unter zum Thema Haie - Blind Dates statt, vielleicht gibt es ja noch Karten dafür. 

Hausmesse Divers Chance

Die Aktion Haischutz ist eingebettet in das Programm der Hausmesse Divers Chance, die vom 30. April bis 1. Mai 2016 rund um die Tauchbasis in Stöbnitz stattfindet. Bei dieser Gelegenheit stellt sich der Verband europäischer Sporttaucher vor. Namhafte Hersteller präsentieren Ihre Produkte und haben Testausrüstungen dabei. Wer testen möchte, sollte sich aber vorher anmelden. Außerdem spendieren die Anbieter tolle Sachpreise für die Tombola.

Die Einnahmen aus Los- und Kartenverkauf gehen an das Sharkprojekt.

Mit Mittagsimbiss, Kuchenbasar und Grillabend ist auch für Essen und Trinken gesorgt. Später findet sich bestimmt Zeit für ein anständiges Lagerfeuer und gute Gespräche.


Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Tauchzentrums Geiseltal.

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