Montag, 18. Mai 2015

Geocaching im Oberharz – Blaues Schleifchen für die Owner

Mit diesem Beitrag möchte ich Danke sagen, für die schönen Caches am Rande der Wanderwege im Oberharz. Ihr, liebe Owner des Harzes, habt unseren Kurzurlaub in Altenau noch unterhaltsamer gestaltet, als es die Berge und Wälder sonst immer getan haben. Ihr habt uns an aussichtsreiche Orte gelockt, die in keinem Reiseführer stehen. Habt uns herausgefordert und belohnt, den Blick fürs Detail geschärft und Geschichten erzählt. Diese Mühe verdient mehr als ein „Gefunden“ im Logbuch.

An den schönsten Plätzen um Altenau

Wir haben fünf Tage lang nach Caches um Altenau gesucht, haben in Clausthal-Zellerfeld, Buntenbock, Hahnenklee und Torfhaus vorbeigeschaut und immer mal einen Log hinterlassen. Dabei waren es gar nicht so viele hervorragenden Bastelarbeiten, die uns beeindruckt haben. Das ist in der mystischen Landschaft ja auch gar nicht nötig. Statt dessen habt ihr uns mit eurem Insiderwissen ganz wundervolle Plätze gezeigt, zu denen wir sonst nie gegangen wären. Oder ihr habt uns zum Anhalten und genau Hinschauen gebracht, wo wir wahrscheinlich achtlos weiter gegangen wären.




Noch bevor wir unser Zimmer in Altenau bezogen, schauten wir uns Goethes ehemaliges Quartier genauer an und erstürmten den örtlichen Gipfel. Obwohl es nicht „Freitags zur Mittagszeit“ war, besuchten wir noch am Anreisetag weitere Dosen, bis uns nahe beim Kräutergarten Altenau ein kräftiger Regenguss zum Aufgeben bewegte.









Gedenkstätte in
Clausthal-Zellerfel



An einem Tag ließen wir uns vom Busfahrer nach Clausthal-Zellerfeld chauffieren und liefen nach Altenau zurück. Das Robert-Koch-Haus oder die blaue Holzkirche waren ja nicht zu übersehen, aber die Gedenkstätte im Ehrenhain hätten wir nicht gefunden ohne den „Logruf“ der 6. Pforte. Wahrscheinlich wären wir in Buntenbock auch nicht den Umweg zur Spieluhr gegangen, hätte in ihrer Nähe nicht ein grünes Plastikröhrchen auf uns gewartet. 






Verstecke im Oberharzer Wasserregal und am Harzer Hexenstieg

In die Idylle der Seenlandschaft fügten sich weitere Döschen harmonisch ein und hielten uns manchmal länger auf. Gerade an den flaniermeilenartigen Abschnitten des Harzer Hexenstieges waren wir froh, wenn uns die Suche nach einem weiteren Cache forderte. 

Graben im Oberharzer
Wasserregal


Es geht sich gut auf den schmalen Wasser-Wander-Wegen eures Oberharzer Wasserregales, wir haben es genossen. Doch hätten wir die Mundlöcher, Stege, Brücken, Schieber und Regler so intensiv betrachtet, hättet ihr nicht kleine Dosen dort versteckt? Bis die Wandermuggels außer Sichtweite waren, haben wir so manch Info-Tafel ganz genau studiert, cachen bildet.








Danke auch für die erlebnisreichen Wanderpausen. Sonst schaut Schatzi immer ungeduldig zu, während ich unterwegs ein Fußbad nehme, doch wenn ich dabei eine Filmdose aus dem eiskalten Bach fische, dann ist es in Ordnung. So durfte ich einige male im eisigen Wasser waten und unter Brücken kriechen, alles für einen Eintrag ins, manchmal feuchte, Logbuch. 



Niemals wäre ich hinter Parkbänken in Höhlen gekrochen oder hätte mich, in meinem Alter, im Baumklettern versucht ohne euch Owner und eure Verstecke. 

Die Schmarotzerfichte, die auf dem Stamm eines Laubbaumes wächst, hätten wir niemals gesehen, auch die Schwefelquelle Altenau, hätte unsere Aufmerksamkeit wohl kaum erregt.

Früher wären wir strammen Schrittes unter der Steilen Wand entlang gewandert, der Gustav-Krone-Blick ist eh zugewachsen. Doch nun, da wir einen Cache dort erahnen, schnallen wir die Rucksäcke ab und verweilen ein wenig. 




Besucherzentrum Torfhaus



Wahrscheinlich hätten wir den unscheinbaren Pfad zur Schlucht des Moria übersehen und damit einen wundervollen Ort verpasst. In Torfhaus sind wir auf Stegen übers Moor gelaufen, auch dort hattet ihr Logbücher gut platziert. Dann waren da noch die beiden Earthcaches und die wissende Dame im Besucherzentrum des Nationalparkes. Von ihr erfuhren wir alles was wir für den Log wissen mussten und noch viel mehr interessante Dinge über Moor, Granit und anderes Gestein.








Wie immer, war der Urlaub zu kurz, um alles zu erledigen, außerdem suchten wir nach einigen Dosen vergeblich. Vielleicht kommen wir bald mal wieder in den Oberharz - es liegen noch viele Gründe versteckt.


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