Dienstag, 16. Dezember 2014

Wenn wir eine Reise tun, wird natürlich, nicht nur aber auch, nach Caches gesucht.

Geocaching und Urlauben sind zwei Hobbys, die sich gut vereinen lassen. Dementsprechend haben Schatzi und ich unseren Kurztrip ins Breisgau auch zum Dosensuchen genutzt. Bei der Gelegenheit haben wir das Navigationsgerät IBEX 32 von Falk zum ersten Mal richtig getestet.

Lang war die Autofahrt zum gebuchten Quartier am Kaiserstuhl, also gönnten wir uns eine Pause. Der Rasthof Bruchsal an der A 5 schien dafür der richtige Platz zu sein. Nach den, bei einer Rast, üblichen Verrichtungen zückte Schatzi sein Handy und fahndete nach eventuell hier versteckten Caches. Tatsächlich zeigte die Geocaching-Map zwei Verstecke an. Vor allem die „Zeitmaschine“ hat mich total begeistert – wer immer dort in der Nähe ist, dieser Cache ist einen Ausflug wert.





Angekommen in Leiselheim, bezogen wir unser schönes Hotelzimmer und gingen sogleich auf die Suche nach den Leiselheimer Caches. Während wir die Autobahndosen spontan ausgesucht hatten, waren wir auf die Geocaches des Urlaubsortes gut vorbereitet. Wir hatten sie bereits zu Hause auf Navi und Handy geladen.






So gelangten wir direkt an den sieben Meter hohen Stuhl und wussten schon, wir müssen weder hinaufklettern, noch das Vulkangestein umräumen. Bald hatten wir alle Stuhlbeine abgetastet und weitere potenzielle Verstecke untersucht – erfolglos, Erika blieb verborgen. Da erregte eine Schraube Schatzis Aufmerksamkeit, glücklicherweise hatte er kein passendes Werkzeug in seiner GCA, sonst wäre der Stuhl jetzt wohl in seine Einzelteile zerlegt. (Scherz)





Dieses potentielle Versteck entpuppte sich als typischer
Fall von "Denkste". Für Vögel ist der vermeintliche Nistkasten definitiv nicht 
geeignet, vom Cache war er längst verlassen.


Aufgeben wollten wir nicht, aber wir vertagten die weitere Suche. Uns blieb nicht mehr viel tageshelle Zeit und auf der Liste stand noch die Kurzloglöschdose. Laut unserer Navigationstechnik lag diese gar nicht so weit weg, zumindest per Luftlinie.

Da wir nicht fliegen können, zog sich der Weg mit seinen Kurven und Hindernissen in die Länge und wir nährten uns den Zielkoordinaten erst bei einbrechender Dämmerung. Mitte November dunkelt es nun mal zeitig. Offensichtlich lag das Objekt der Begierde mitten in den Leiselheimer Weinhängen. Wir wollten Zeit sparen, kürzten ab, liefen, statt auf festen Wegen, direkt zwischen den Rebstöcken entlang, in Richtung Cache.

Der direkte Weg ist nicht immer der kürzeste, dieser endete vor dichtem Gestrüpp am Hang. Navi sagt noch etwa 80 Meter geradeaus – wir sagten, das wird heute nichts mehr. Der Handy-Akku hatte sich inzwischen verabschiedet, Falk hielt noch durch.




 
Diese Kurzloglöschdose blieb uns zunächst verborgen. Jedoch wurden wir bei der zweiten Suchaktion fündig und bedankten uns mit extra langem Log.    






Für den Rückweg blieben uns zwei Möglichkeiten. Entweder folgten wir den Autogeräuschen zur Landstraße und gingen die Straße entlang oder wir stolperten durch die Weinberge und ließen uns vom Navigationsgerät führen. Als Abenteurer entschieden wir uns für die zweite Variante. Flink gab ich die Adresse des Hotels in Leiselheim ein, nach wenigen Augenblicken erschien auf dem gut beleuchteten Display des Navis der Wegweiser. Zwar waren Karte und Pfeil gut zu erkennen, aber ich musste auch auf den Weg achten – gut, dass das IBEX 32 sprechen kann.





Nach den beiden Caches haben wir zwei Tage später, erfolgreich, nochmals gesucht. Dabei blieb der Stuhl ganz, den Eingang zu Erikas Versteck hatten wir vor Eifer schlichtweg „übersehen“.







Natürlich haben wir im Breisgau schöne Städte mit ihren Caches besucht. Einen fanden wir zum Beispiel in diesem schönen Innenhof des Freiberger Rathauses.




Leiselheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Sasbach am Rhein. Nur der Rhein trennte uns von Frankreich und dem französischen Geocaching-Souvenir. Also schnell über die Grenze, in einem TB-Hotel am Rheinübergang und zwei Dosen im französischen Wald stehen nun unsere Logbucheinträge.

So verbrachten wir vier erfolgreiche und schöne Novembertage am Kaiserstuhl im Breisgau.

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