Donnerstag, 25. September 2014

Eine Radtour in Bitterfeld – rund um die Goitzsche


Den Sommer 2014 können wir wohl abhaken, aber der Herbst verspricht auch schöne Tage. Da sollte doch noch die eine oder andere Fahrradtour möglich sein. Mein Fahrrad, zumindest das Tourenrad ist in diesem Jahr viel zu wenig zum Einsatz gekommen.

Bitterfelder Bogen mit Aussicht



Wie wär es mit einer Radtour um den Goitzsche See? Wer nicht in der Näheren Umgebung von Bitterfeld wohnt, reist ganz bequem mit der Bahn an. Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten zum Seeufer. Der Bitterfelder Bogen ist jedoch ein imposanter Grund für einen Umweg, bietet er doch einen tollen Überblick über die Region. Die stählerne Konstruktion nach Schwibbogen-Bauart ist ja schon von Weitem zu sehen.





Kürzester Weg dorthin führt die Bahnhofstraße entlang, bis zur B 100 Nähe Kaufland. Gegenüber in die Wiesenstraße und Leopoldstraße, dann ist der Aussichts-Bogen ausgeschildert.

Mit diesem Bauwerk hat endlich mal jemand eine Aussichtsplattform geschaffen, die ganz ohne Lift auch für Rollstuhlfahrer, Kinderwagenschieber oder Radler erreichbar ist.





Nach dem Ausflug auf den 28 Meter hohen Bitterfelder Bogen geht es dann direkt zum See. Wer jetzt schon eine Pause braucht, radelt durch den Rosengarten und die Grüne Lunge erst einmal in die Stadtmitte. Rund um den Marktplatz findet sich gewiss ein Café oder Gasthaus zum Einkehren. Hier gibt es einen schönen Blick auf das alte Bitterfelder Rathaus am Markt.


Blaue Bank


Nun aber auf zur See-Umrundung. Fährt man den asphaltierten Uferweg entgegen dem Uhrzeigersinn, fällt bald die lange blaue Bank mit den kleinen Namensschildern auf. Sie symbolisiert ein Dankeschön an die Helfer der großen Flut des Jahres 2002. Gleich danach kommt das Goitzsche Camp, am Campingplatz wäre jetzt noch eine Gelegenheit für einen Imbiss, dann kommen ein paar Kilometer ohne Einkehrmöglichkeit. Bei schönem Wetter sind nicht nur reichlich Radfahrer um die Goitzsche unterwegs, Nordic-Walker, Inline-Skater und Spaziergänger schätzen den Rundweg ebenfalls.



Pouch – Landschaftskunst und Landcafe´



An der Halbinsel Pouch sollte man nicht einfach so vorbei fahren, denn dort gibt es Landschaftskunst zu sehen. Hier veranstaltet übrigens der Radiosender MDR Sputnik seit Jahren zu Pfingsten sein Springbreak Festival. Wer diese Radtour um die Goitzsche an einem Wochenende unternimmt, sollte unbedingt einen Stopp im Landcafé Pouch einlegen. Das wirklich einzigartige Ambiente und der leckere Kuchen sind den Besuch auf jeden Fall wert.
Übrigens, die Halbinsel Pouch dient auch als Versteck für einige Geocaches.


Vom Pegelturm bis zum Hafen



Bald kommt der Pegelturm in Sicht. Eine Seebrücke verbindet den schwimmenden Aussichtsturm mit dem Land. Jetzt wird die Uferstraße zur Promenade und richtig belebt, zumindest bei einigermaßen schönem Wetter. Sandstrand, Spielplatz, Imbiss und Eisverkauf – ist halt alles da, was eine echte Seepromenade ausmacht. In diesem Bereich sollen Radfahrer das Rad schieben, was meist sehr sinnvoll ist. Schon 150 Meter weiter, geht es wieder in den Sattel, nächste Wegmarkierung ist der Marinapark Goitzsche. Von hier starten die beiden Ausflugsschiffe zu ihren Rundfahrten.
Oberhalb der Anlegestelle lässt sich die „Villa am Bernsteinsee“ bewundern. Den Bitterfeldern ist das schmucke, denkmalgeschützte Haus noch als „Biermann´sche Villa“ bekannt. Nun neigt sich die Goitzsche-Rundfahrt langsam dem Ende zu, nur der sogenannte Hafen wartet noch. Nach Schiffen sucht man in dem Stadthafen vergebens, denn direkt darüber verbietet eine Hochspannungsleitung jeglichen Schiffsverkehr.
Die Villa am Bernstein See an der Goitsche

Der direkte Weg zurück zum Bahnhof führt durch  Mühlstraße, Burgstraße und Walter-Rathenaustraße. Die Runde um die Goitzsche ist etwa 30 Kilometer lang, plus der Abstecher zum Bitterfelder Bogen und der Weg von und zum Bahnhof. Sollten also alles in allem nicht mehr als 35 Kilometer sein.

Übrigens:

Ich lasse mein geliebtes Fahrrad nie irgendwo stehen, ohne es anzuschließen, auch nicht im Zug. Laut Polizeistatistik waren von den 2009 gestohlenen Fahrrädern jedes vierte nicht angeschlossen. Das zeigt aber auch das nicht jedes Fahrradschloss einen Diebstahl verhindern kann. Die Seite Fahrradschloss im Test ist eine gute Entscheidungshilfe beim Kauf eines neuen Schlosses.
Außerdem sind viele Fahrradparkplätze nicht geeignet, um die Räder wirklich zu sichern. Der ADFC empfiehlt Abstellanlagen, bei denen ein Laufrad und der Rahmen mit angeschlossen werden können.
Noch ein Tipp für alle, die gern Fahrradbekleidung beim Discounter kaufen. Im Lidl-Online-Shop gibt es viele der Jacken, Shirts, Hosen usw. noch zu Bestellen, das spart den Weg in die Filiale.


Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Danke für den tollen Beitrag und den Tipps zur Fahrradbekleidung. Ich kann den Tipp geben sich mit der Marke Nakamura auszurüsten. Top Qualität! Lg

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