Montag, 9. Juni 2014

Segel-Abenteuer auf der Mosel


Beim Lesen der Beiträge zur Blogparade des Segeln-Blogs fiel mir wieder ein, wie ich vor Jahren in einem Segelboot unterwegs war. Eigentlich waren wir zu einer mehrtägigen Kanusafari an die Mosel gereist. Unser Reiseführer, der sich gern als „alter Paddler“ bezeichnete, wurde schnell zum Freund, so verbrachten wir auch die paddelfreie Zeit zusammen. Er ist nicht nur leidenschaftlicher Kanute, liebt auch das Segeln und lud uns zweimal zu einem Törn ein.







Auf der kleinen Jolle fanden wir drei und unser Picknick gerade so Platz, wir starteten in einen herrlichen Nachmittag.








Als pensionierter Winzer hatte unser Edgar natürlich einen guten Tropfen dabei. Ich genoss den Moselwein, den Blick auf mit Weinreben bewachsene Hänge und das Traumwetter. Unvermittelt erschienen farbenfrohe Tupfer im Himmelblau. Etwa zwanzig bunte Heißluftballons überquerten den Fluss, wir sahen den Ballonfahrern ins Gesicht, hörten das Feuer lodern. Ein unvergesslicher Moment, der mir noch heute „Gänsehautfeeling“ beschert.


Auch das zweite Segelabenteuer begann traumhaft, später auf dem Rückweg, kam immer stärkender Wind auf. Das Boot war nun alles andere als ruhig, es passiert nichts, meinte Edgar. In mir keimten Fluchtgedanken, die streng-beruhigenden Blicke der Männer bewogen mich, sitzenzubleiben. Regungslos klammerte ich mich fest, innerlich panisch, blieb ich selbst dann noch ruhig als das Segel fast auf dem Wasser lag. Dem erfahrenen Segler machte die Fahrt richtig Spaß, ich bevorzuge seitdem wieder das Paddelboot.
Weinberg bei Piesport an der Mosel

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