Freitag, 9. Mai 2014

Mit Geocaching unterwegs

Zu Hause und unterwegs sind Smartphone und Co quasi in aller Hände und für beinahe jeden Zweck gibt es inzwischen eine App. Die virtuelle Welt ist fast überall erreichbar, es gibt keinen Grund mehr am heimischen PC zu vereinsamen. Inzwischen sind in Wäldern und Parkanlagen, auf Plätzen und Straßen, hinter Hecken und Mauern seltsame Handybesitzer zu sehen. Sie wirken konspirativ, manchmal verdächtig, starren auf ihre Displays, heben Steine an, klettern auf Bäume. Zumeist sind es harmlose Zeitgenossen auf Schatzsuche, denn seit der Jahrtausendwende hat sich die Schnitzeljagd zum Geocaching weiterentwickelt.

Den ersten Geocache verdanken wir Dave Ulmer. Dieser versteckte in einem Waldstück bei Portland einen Eimer mit kleinen Finder-Belohnungen und veröffentlichte die GPS-Daten des Versteckes. Der Schatz ward bald gefunden, die Idee zog um die Welt, fand und findet immer mehr Anhänger und begeistert Schatzsucher aller Altersgruppen. Aus ursprünglich „Stash Hunt“ wurde Geocaching, Mailinglisten entstanden, dem traditionellen Cache folgten rätselhafte Verstecke und Multicaches. Wer mehr über die Geschichte des Geocachings wissen möchte, wird hier fündig.

Fasziniert hat mich dieses Outdoorspiel schon lange, nur besitze ich kein vernünftiges GPS-Gerät. Dann legte sich Schatzi ein neues, GPS-taugliches Mobiltelefon zu, (mir fehlt noch das nötige Kleingeld), wurde Mitglied der Geo-Cacher-Gemeinde und ging mit mir auf Schatzsuche. Zunächst war ich Mitläufer, durfte ab und an auf seinen Monitor schauen, half Rätsel zu lösen und lenkte Muggel ab. Bald steckten wir Freunde und Familienmitglieder an, gingen in Gruppen auf die Jagd nach den kleinen Dosen und ich war die Einzige, die nicht loggen konnte.

Ab jetzt bin ich dabei. Ich habe mich bei Geocaching.com angemeldet und logge jetzt auch. Zwar hab ich noch immer kein modernes Handy, fand aber in unserer Schublade der vergessenen Technik ein kleines sportliches GPS-Gerät, das den Praxistest allerdings nicht bestanden hat. Also setz ich mich an meinen Laptop, drucke mir Karten, Hinweise und nützliche Daten aus und schaue weiter auf die Handys meiner Begleiter. Vielleicht finde ich den einen oder anderen Tradi auch ohne GPS.


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